04.02.2008
Biografie
Alfred Jahn wurde 1937 in Duisburg geboren. Er erlebte das Kriegsende in Nordhausen am Harz, das in den Bereich der sowjetischen Besatzungszone fiel. Dort legte er 1955 das Abitur ab und begann sein Medizinstudium an der Ostberliner Humboldt-Universität. Aufgrund antikommunistischer Betätigung während des Ungarnaufstandes 1956 wurde Alfred Jahn aus der FDJ ausgeschlossen und von seinem Studium beurlaubt.Nur seinen Lehrern, dem berühmten Anatomen Waldeyer und dem Rektat der Universität, dem Altphilologen Prof.Hartke, war es zu verdanken, dass er sein Studium fortsetzen konnte.
Nach dem Staatsexamen 1961 arbeitete Alfred Jahn zunächst als Assistenzarzt in Mecklenburg und ein Jahr später in Ostberlin, wo er auch promovierte.
Nachdem herausgekommen war, dass Alfred Jahn dort zwei Personen zur Flucht in den Westen verholfen hatte, war er selbst zur Flucht gezwungen, die ihm in der Nacht vom 2.Februar 1963 nach Westberlin gelang.
Alfred Jahn wurde als politischer Flüchtling anerkannt und arbeitete danach als wissenschaftlicher Assisent bis zum Sommer 1966 am physiologischen Institut der Universität Bonn.
Er hat seine Ansichten immer offen ausgesprochen. Das zeigte sich auch, als er in Bonn die frühere Tätigkeit eines akademischen Lehrers, der im Dritten Reich im Konzentrationslager Dachau Menschenversuche angestellt hatte, anprangerte. Dies führte zu einer monatelangen , öffentlichen Diskussion im In und -Ausland, die mit der Resignation des betreffenden Universitätsprofessors endete.
Der Vietnamkrieg veranlasste Dr.Alfred Jahn am 1.Januar 1967 seine chirurgische Tätigkeit auf dem Hospitalschiff „ Helgoland“ in Vietnam zu beginnen die insgesamt 2 ½ Jahre dauerte. Hier versorgte Alfred Jahn Kriegsverletzte, Kranke, Erwachsene und Kinder und war zudem in drei verschiedenen Provinzkrankenhäusern in Vietnam tätig, wohin er auch später nochmals für fast fünf Monate zurückkehrte.
Anschließend setzte Alfred Jahn seine chirurgische Tätigkeit in Augsburg fort und erhielt im Februar 1973 die Facharztanerkennung als Chirurg und 1977 die Anerkennung als Kinderchirurg.
1977 ging Jahn für einige Monate nach England zum „ Queen Mary´s Hospital for Children“ und zum „ Westminster Children Hospital“. Danach wurde er als Oberarzt an die kinderchirurgische Abteilung der ersten chirurgischen Klinik des Krankenhauszweckverbandes Augsburg berufen und wechselte am 1.April 1978 in gleicher Funktion an die kinderchirurgische Abteilung des Kinderkrankenhauses an der Lachnerstraße in München. Von München aus war er schon wiederholt in seinem Urlaub in Thailand kinderchirurgisch tätig gewesen und operierte ab Februar 1981 als Mitarbeiter der Gesellschaft für wirtschaftliche und technische Zusammenarbeit ein ganzes Jahr lang an 21 Provinzkrankenhäusern, wo er überwiegend große kinderchirurgische Eingriffe durchführte. Aufgrund dieses längeren Aufenthaltes verzichtete er auf seine Oberarztstelle in München.
Sein früherer Lehrer Herbert B.Eckstein, ein weltberühmter Kinderchirurg am nicht minder berühmten Londoner „ Hospital for sick Children“ in der Great-Ormond-Stree vermittelte ihm die Stelle eines 1.Oberarztes am „ Queen Mary´s Hospital for Children“ in Corshalton, England.
Im März 1983 übernahm Alfred Jahn als erster Chefarzt die neu errichtete Abteilung für Kinderchirurgie am Kinderkrankenhaus St.Marien in Landshut. Es wurden jetzt am Kinderkrankenhaus nicht nur, wie bisher, Phimasen und Leistenbrüche operiert, Wurmfortsätze entfernt, einfachere Platzwunden und Frakturen versorgt, sondern die eigentliche Kinderchirurgie hielt mit Jahn ihren Einzug am Landshuter Krankenhaus. Schwere, angeborene Fehlbildungen wie Zwerchfellhernien, Fehlbildungen des Magen -Darm-Traktes, Fehlbildungen der Nieren und der ableitenden Harnwege, anogenitale Fehlbildungen, Fehlbildungen der Wirbelsäule und des Rückenmarkskanals, Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalten, sogenannte „Wasserköpfe“ und viele andere schwere Erkrankungen konnten nun erstmals am Kinderkrankenhaus operiert werden. Das Spektrum wurde um die Unfallchirurgie und die Behandlung von ausgedehnten Verbrennungen erweitert und einige spezielle Techniken wie Klumpfußoperationen oder die Behandlung von Gefäßmißbildungen brachten Patienten von weither an das Kinderkrankenhaus St.Marien in Landshut.
Seit 1997 ist Alfred Jahn in seinem Urlaub regelmäßig in Ruanda kinderchirurgisch tätig und beabsichtigt dies auch weiterhin zu tun. Für seine Verdienste in Vietnam erhielt Dr.Jahn einen Gesundheitsorden der Republik Vietnam, die silberne Verdienstmedaille des Roten Kreuzes sowie Anerkennungsschreiben des damaligen Bundespräsidenten Gustav Heinemann und Gesundheitsministerin Käthe Strobel, sowie des Präsidenten des Deutschen Roten Kreuzes. Jahns Tätigkeit in Thailand wurde vom dortigen Gesundheitsminister besonders gewürdigt. Im Jahre 1985 wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz am Bade ausgezeichnet und 2002 verlieh ihm Bundespräsident Johannes Rau das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse.
Während seiner Tätigkeit am Kinderkrankenhaus St.Marien setzte Alfred Jahn sich auch ständig dafür ein, dass dort über längere Zeit kriegsverletzte Kinder aus Afghanistan, Palästina, Somalia, Rumänien, Serbien und zuletzt aus Ruanda aufgenommen und behandelt werden konnten. Der Kontakt zu seinen ehemaligen Patienten ging nie verloren. Alfred Jahn kümmerte sich vielmehr intensiv darum, dass „seine“ Kinder auch weiterhin von Deutschland aus materiell unterstützt wurden.
In seinem Buch „ Thailand ganz anders- Erlebnisse eines deutschen Kinderchirurgen“ schrieb Alfred Jahn
„ Während diesen einen Jahres in Thailand habe ich eine merkwürdige Lebensform ausprobiert, die eines nomadisierenden Arztes. Ich bin zu dem Schluß gekommen, dass sie meiner ruhelosen Natur durchaus entspricht.“
Die Welt könnte friedvoll und liebevoll sein wenn wir mehr Menschen wie Herrn Alfred Jahn hätten.
Die Dokumentation: “Diese Bilder verfolgen mich”
hatte mich sehr berührt.
Kann man sich so tief verneigen vor jemandem, dass einem das Geld von selbst aus der Tasche fällt?!
Sehr geehrter Herr Dr. Jahn,
auch ich habe die Dokumentation über Sie und Ihre Arbeit in Vietnam
und vor allen Dingen in Ruanda gesehen. Ich war von Ihrer Persönlichkeit und Ihrem Engagement sehr beeindruckt. Sie bewegen
sich in diesen extremen Ausnahmesituationen äußerlich sachlich mit
Ihrer ärztlichen Fachkenntnis, innerlich immer noch berührbar. Ich
persönlich war bewegt, sie in dieser Erschütterung bei dem Besuch der
“Totenhäuser” in Ruanda zu erleben. Wie schafft es ein Mensch, trotz Begegnung mit den Greueltaten der Menschen und den Unwägbarkeiten des Schicksals, von jedem Einzelschicksal bewegt zu bleiben?
Sie haben mir gezeigt, dass das gelingt. Abspalten ist nur zuweilen eine Lösung. Jede Spende meinerseits wird in Ihre Stiftung gehen.
In Hochachtung
Verehrter Herr Dr. Jahn, Dokumentation 4.4.2009
meinen tiefempfundenen Dank für Ihren wunderbaren Einsatz bei
so vielen Kindern. Ich bin sehr froh, daß es Sie gibt !Ihre Aufrichtig-
keit, Ihr Mut und Ihre enorme Kraft sind für uns ein Beispiel und ein
Ansporn dafür, wie man ein erfülltes Leben führen kann.
Was kann man von hier aus tun - außer Geld zu geben - gern möchte
ich mehr in Kontakt zu Kindern dort treten, sonst bleibt es so unper-
sönlich. Kann man schreiben an ein Kind oder etwas schicken aus
Deutschland?
Ich grüße Sie sehr herzlich vom Niederrhein,(wo Sie geboren wur-
den.
Marlene Mühlmann
Lieber Herr Dr. Jahn,
die kürzlich auf Phoenix ausgestrahlte Dokumentation über ihr Wirken in Ruanda, über Ihre selbstlose Güte und Nächstenliebe hat meine Freundin und mich tief bewegt. Sie sind ein heiliger Mann! Möge Gott Ihnen noch viele Jahre Kraft geben, um Ihr Werk fortzuführen.
Ihr,
José António Weber
Sehr geehrter Herr Dr. Jahn,
die Doku über Ihre Arbeit in Ruanda habe ich nun zum 2. Mal gesehen und bin wieder erschüttert und zugleich dankbar. Erschüttert über das Leid, das Menschen sich antun können, dankbar, dass es Menschen wie Sie gibt.
Mögen Sie an Körper, Geist und Seele gesund und glücklich bleiben.
Man kann sich nur vor Ihnen verneigen.
Herzlichst Johanne
Sehr geehrter Herr Dr. Jahn,
ich habe mir am 04.04.2009 auf phoenix die Dokumentation über Sie, Ihre Arbeit und Ihr persönliches Engagement angesehen. Den Beitrag konnte ich nur tief bewegt und in Demut verfolgen. Mein täglicher Einsatz kommt mir seitdem äußerst nutzlos vor…
Mehr Worte sind eigentlich nur überflüssig, Danke schön
Sehr verehrter Dr. Jahn,
ich habe sie vor 2 Tagen abends bei phoenix “wiedergesehen” und wieder hat mich Ihr Tun und Ihre Sicht, die vor allem anderen Mitgefühl für das Leid von Kindern im Blick hat, tief angerührt.
Zum ersten Mal sah ich eine Dokumentation über sie Anfang/Mitte der 80-er Jahre, ich stand kurz vor meinem Abitur,
noch etwas unschlüssig, wohin mein Lebensweg gehen sollte. Sie haben mich so beeindruckt, dass ich Ihrem Beispiel folgen wollte
und der Wunsch aufkeimte, Medizin zu studieren und Kinderärztin zu werden.
Das war vor mehr als zwanzig Jahren. Jetzt bin ich Ärztin für Allgemeinmedizin, selber Mutter und stehe abermals an einer
beruflichen und persönlichen Schwelle und sehe wieder Sie im Fernsehen…Sie kamen wie ein Zeichen, mich auffordernd nicht klein beizugeben und weiter zu gehen, auch wenn der Weg oft schwer ist. Mitgefühl im Herzen lebend.
Ich grüsse Sie ganz herlich
Ihre Beate Radinger
es ist schön….das gute im menschen zum vorschein zu bringen. weiterhin alles gute in ihrem werdegang.
Verehrter Dr. Jahn,
noch immer bin ich tief angerührt von dem, was ich gestern Nacht schauen durfte.
Ich verneige mich tief vor Ihnen. Wenn ich mir einen Menschen wünschen dürfte, der die Welt lenken sollte, dann wählte ich Sie.
Ich werde für Sie die Trommel rühren, damit Spenden fließen, die es Ihnen ermöglichen, noch viel mehr Gutes zu tun. das verspreche ich.
Ich wünsche Ihnen Kraft und Gesundheit und Glück. Möge zu Ihnen hundertfach die Liebe zurückkehren, die Sie verschenken.
Ich umarme Sie in Gedanken.
Chapeau!
Sabine Carolin Richter
Ich habe gestern nacht der dokufilm gesehen.Ich finde der hr.Dr.Jahn ist eine Engel!Ich hoffe es gibts villeicht doch mehrere menschen die auch soetwas machen wie der hr.Dr.Jahn!Mich würde sehr interessieren was er heute macht?Lebt er noch in Guanda?Was machen jetzt “seine” kindern?Wie geht es ihm?usw.Ich wünsche ihm und der kindern nur das beste von meine herzen,viel gesundhet,glück,alles gute!Ich hoffe ich sehe bald wieder eine film von ihm,damit ich mehr weiss von seine heutigen aufenthalt und von der kindern,wie es ihnen geht,usw.Mfg.Nora
Sehr geehrter Herr Dr. Jahn,
ich habe letzte Nacht einen Filmbericht über Sie und Ihre Arbeit gesehen, Hut ab vor allem was Sie dort machen, mir fallen dazu keine Worte mehr ein, aber man sah an den Gesichtern der Kinder, wie stolz sie auch ihren “Vater” sind und mit wie wenig man doch Kinder glücklich machen kann. Das was Sie dort vor Ort machen, dafür gibt es nur einen Ausdruck und der heißt “bedingungslose Liebe”, das ist das was wir alle leben sollten und sie sind einer der besten Lernbegleiter.
Ihre chirurgischen Fähigkeiten aber vor allem Ihre Menschlichkeit haben mich maßlos beeindruckt. Im TV Beitrag von 2002 (auch im April 2009 ausgestrahlt) über Ihre Arbeit kommt unheimlich viel Menschenliebe zum Ausdruck.
Anderen Menschen durch Ihre chirurgischen und menschlichen Fähigkeiten zu helfen bescheren Ihnen ein sehr erfülltes Leben. Das freut mich sehr für Sie. Ich habe noch nie einen so selbstlosen Menschen gesehen, der sich so hingebungsvoll anderen Mitmenschen widmet, ohne zu fragen, ohne anzuklagen, ohne zu verurteilen sondern nur da zu sein und zu helfen. Sie sind ein großartiger Mensch, der sehr viel Respekt, Bewunderung und Zuneigung verdient. Für mich und wahrscheinlich auch für viele Ihrer Patienten sind Sie ein HELD.
Ich habe gerade die Sendung über Sie bei Phoenix gesehen und bin sehr beeindruckt von Ihrem großen Engagement und der Liebe, mit der Sie den Kindern begegnen.
Ich schaue gerade die Dokumentation , Diese Bilder verfolgen mich;
Ich Kann meine Hochachtung vor Ihnen gar nicht Worte fassen!
Für Ihre Arbeit noch weiterhin viel Kraft und Erfüllung!
Wahnsinn,dass es so einen Menschen noch gibt,der sich wirklich aufopfert und sein Leben hinten anstellt!
Alles Gute!
Als ehemalige Landshuterin, die selbst mehrere Jahre in Afrika lebte und arbeitete, bewundere ich Sie enorm fuer Ihre Arbeit und Ihr Engagement. Ich wuensche Ihnen noch viele Jahre von Energie und Schaffenskraft zum Wohle “Ihrer” Kinder!
Es ist schön, daß es noch Menschen wie Sie gibt! Herzlichen Dank für Ihr tolles Engagement!