14.07.2008
Projekt & Infos
Dr. med. Alfred Jahn, Jahrgang 1937, ist Kinderchirurg und seit 2002 im Ruhestand. Im Jahre 1997 flog er zum ersten Mal nach Ruanda, um dort Kinder zu operieren. Drei Jahre zuvor war dort ein grausamer Völkermord geschehen. Aufhetzte Hutu, die 85% der Gesamtbevölkerung stellten, brachten innerhalb von drei Monaten 1 Million Tutsi und oppositionelle Hutu um.Als Dr.Jahn 1997 nach Ruanda kam gab es dort nur wenige Ärzte, nur noch vier Chirurgen und überhaupt keinen Kinderchirurgen. Er hat viele Kinder operiert und ist danach jedes Jahr, bis er in den Ruhestand ging, während seines Urlaubes hingeflogen, um dort zu arbeiten und seit 2002 lebt er nun ständig dort.
Vom ersten Tag an sind ihm Kinder begegnet, die auf der Straße lebten und bettelten. Er gab ihnen Brot, Milch und Eier.
Langsam entwickelte sich ein Vertrauensverhältnis zwischem ihm und zehn Kindern, die er täglich sah. Eines Tages machte die Polizei eine Razzia und nahm alle Kinder mit. Dr.Jahn kontaktierte den Kommandanten, der ihm sagte, wenn er den Kindern helfen wolle, müsse er dafür sorgen, daß sie von der Straße runterkämen.
Das war der entscheidende Anstoß, nunmehr Verantwortung für Kinder zu übernehmen. Als die Kinder aus dem Gefängnis entflohen, mietete er ihnen ein kleines Haus, organisierte die Versorgung mit Nahrungsmitteln und meldete sie in einer Schule an. Das sprach sich natürlich herum.
Als Dr.Jahn im Jahre 2002 nach Ruanda kam, um seine Arbeit in den Krankenhäusern nun ständig und als full-time-job zu machen, kamen täglich Kinder und Jugendliche zu ihm mit der Bitte , ihnen zu helfen, um in die Schule gehen zu können. Manche brauchten nur eine finanzielle Unterstützung , andere hatten buchstäblich nichts: keinen Platz zum Schlafen, keine Kleidung, keine Nahrung, keine Angehörigen.
Viele waren Vollwaisen. Alle, die älter waren als 13 Jahre hatten den Völkermord bewußt erlebt, hatten in großem Elend, in Angst, in Einsamkeit gelebt. Einige hatten keine Eltern mehr, aber noch Familienangehörige, die aber sehr arm waren. Alle waren schlecht ernährt, ärmlich gekleidet und blickten Dr.Jahn traurig an. Jetzt sind wir im Jahre 2005 und Dr.Jahn versorgt 70 Kinder und Jugendliche. Er hat fünf Häuser gemietet, in denen die meisten wohnen. Einige leben weiterhin bei Bekannten oder Verwandten, kommen täglich um Essen, und sie erhalten finanzielle und materielle Hilfen, um zur Schule gehen zu können.
Ruanda ist ein armes, kleines Land im Zentrum Afrikas, knapp südlich des Äquators gelegen. Es ist mit ca. 8 Millionen überbevölkert. Das Land ist sehr hügelig. Die Bewirtschaftung der Felder ist schwierig und wird wesentlich von Hand gemacht. Die Zukunftschancen sind gering, deshalb ist es so wichtig, daß die Kinder einen Schulabschluss erreichen und dann Berufsausbildung oder ein Studium abschließen.
Die geschichtlichen Ereignisse, der Völkermord 1994, an dem soviele Menschen als Täter beteiligt waren, hat das ganze Volk traumatisiert und verunsichert. Niemand kann vergessen, was geschehen ist. Seit Jahren wird eine juristische Aufarbeitung und eine Versöhnung angestrebt. Wir, die Menschen, die anderen Ländern leben, haben damals dem Völkermord zugeschaut und nichts getan, um ihn Einhalt zu gebieten. Wir stehen in der Schuld und müssen Ruandern helfen.
Viele Kinder und Jugendliche haben längst resigniert. Sie haben sich damit abgefunden ein Leben ohne Hoffnung, mit all den Brutalitäten und Absurditäten für immer leben zu müssen.
Die „ Kinderhilfe in Ruanda Dr.Alfred Jahn e.V.“
c/o Frau Gertrud Seitz
Am Schallermoos 2
84036 Landshut
ist beim Amtsgericht Landshut im Vereinsregister eingetragen und berechtigt, Spenden zu empfangen.
Sie können bei der :
Sparkasse Landhut
Blz 743 500 00
Kto 9245
eingezahlt werden. Bei Spenden bis zu einem Betrag von 200 Euro gilt der Überweisungsbeleg zur Vorlage beim Finanzamt als Spendenbescheinigung.
Es fallen keine Verwaltungskosten an. Die Kosten für Porto, Papier, Briefumschlägen werden von Mitgliedsbeiträgen gezahlt und Telefonate werden privat getragen ( von ehrenamtlichen Mitarbeitern ).
Alle Spenden kommen 100%ig den Kindern vor Ort zugute.
Die Bücher
“Thailand anders-Erlebnisse eines Kinderchirurgen”
“Kinderchirurg Dr.Alfred Jahn und die Waisenkinder von Kigali”
und
“Dr.Alfred Jahn in Ruanda”
sind erhältlich über den IATROS-VERLAG
siehe folgender Link:
http://www.iatros-verlag.de/Fach-und-Sach/Kinderchirurg-Dr-Alfred-Jahn-und-die-Waisenkinder-von-Kigali–53.html
Sehr geehrter Herr Dr.Jahn
auch ich habe gestern die Sendung bei phönix gesehen.
ich kann mich den Worten meiner Vorkommentatorin nur anschließen.
Sie sind ein einmahliger Mensch,ich danke Ihnen von ganzen Herzen dafür.
Ich bin sehr beeindruckt,und Ihre Bilder gehen mir auch nicht mehr aus dem Kopf.
Ich wünsche Ihnen viel Kraft und Gesundheit für die liebevolle Arbeit mit Ihren Kindern.
Alles Alles Gute für Sie.
Herzliche Grüße Sonja Krüger
Lieber Herr Dr. Jahn!
Auch mich hat der Film von gestern Abend sehr beeindruckt. Ich sah ihn bereits vor längerer Zeit schon einmal, dachte aber nicht daran, dass ich hier Unterlagen über Ihre Arbeit im Internet finden könnte. Da der Film schon einige Jahre alt ist, hat mich interessiert, zu erfahren, wo Sie jetzt sind und ob Sie noch für “Ihre” Kinder da sein können. Mit Freude las ich, dass Sie sich jetzt ganz in Kigali aufhalten und ständig vor Ort sind.
Ich wünsche Ihnen für Ihr weiteres Leben viel Kraft, damit Sie den Menschen, die so dringend der Hilfe bedürfen, noch lange zur Seite stehen können. Sie geben so viel Liebe und Freude und ich denke, dass Ihnen das auch durch die Dankbarkeit des armen Volkes zurück gegeben wird.
Liebe Grüße aus Bayern
Rosemarie Grill
Sehr geehrter Herr Dr. Jahn,
gestern (04.04.2009) habe ich zufällig den Film über Ihre Arbeit in Ruanda im Fernsehen gesehen (http://www.phoenix.de/content/phoenix/tv_programm/diese_bilder_verfolgen_mich_dr_med_alfred_jahn/235901).
Ich war sehr sehr begeistert von Ihrer Arbeit und vor allem von Ihrer Person. Ich habe selten einen Arzt gesehen, der so menschlich, respektvoll und liebevoll anderen Menschen begegnet, wie Sie es tun. Dass Sie ausserdem noch Ihre Fähigkeiten und Möglichkeiten auf diese unspektakuläre und umso wirkungsvollere Art Kindern in Ruanda zu Gute kommen lassen, hat mich zutiefst beeindruckt.
Ich wünsche Ihnen und “ihren” Kindern, dass Sie diese Unterstützung noch lange erfolgreich weiter geben und bekommen können.
Herzlichste Grüße aus Berlin
Franziska Müller